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Backlinks

Lexikon

Die Backlinks sind einer der wichtigsten Faktoren für das Ranking einer Webseite

In der Sprache der Suchmaschinenoptimierung ist der Begriff Backlink von zentraler Bedeutung. Im Gegensatz zu vielen andere Fachausdrücken in der Welt der SEO liefert eine wortgenaue Übersetzung vom Englischen ins Deutsche gleich auch die Bedeutung: Ein Backlink ist ein Rückverweis einer anderen Webseite auf die eigene. Er wird farbig gekennzeichnet oder unterstrichen und mit einem Klick landet man auf der empfohlenen URL.
  1. Beispiel: Restaurantbesitzer A. aus Heidelberg verweist auf den renommierten Winzer B. von der Mosel als seinen Weinlieferanten: So hat B einen Backlink von A.
Winzer B. wiederum empfiehlt das hervorragende Restaurant A. als Referenz in seiner Liste der Stammkunden. So hat A. einen Backlink von B. Wer nun eine Webseite betreibt, die sehr viele Backlinks von anderen Seiten bekommt, betreibt grundsätzlich eine erfolgreiche Webseite, auf der Betrieb herrscht (Traffic) und die daher von Suchmaschinen honoriert und entsprechend hochwertig in den Rankings eingestuft wird. Folge: Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass diese Webseite in den dargestellten Suchergebnissen (SERP) weit oben und im Idealfall auf Google-Seite 1 auf Platz 1 direkt unter den bezahlten Anzeigen erscheint.
  1. Beispiel: Metzgerei C liefert ihr Bio-Rindfleisch aus dem Allgäu direkt an Restaurant A. Ebenso ist die Gewürz-Manufaktur D. aus Hamburg stolz darauf, das Restaurant A. in Heidelberg mit exotischem Pfeffer beliefern zu dürfen. Beide nennen A. als Referenz und A. wiederum empfiehlt nun auch C. und D. nach Jahren der Zusammenarbeit mit besten Erfahrungen.
So ist das Internet im Grunde genommen eine Verkettung von Verweisen auf Webseiten. Bevor Suchmaschinen wie Google ab Ende der 1990er Jahre ihren Siegeszug antraten, waren Backlinks die wichtigste Möglichkeit, von einer Seite auf eine andere zu gelangen. Sie waren Empfehlungen, sind es bis heute geblieben und eines der wichtigsten Kriterien überhaupt, um einen Webauftritt sichtbar und bekannt zu machen.

Interne Links können die Verweildauer auf der Seite erhöhen

Neben den externen Backlinks, die in diesem Beitrag bisher beschrieben wurden, sind für User einer Webseite interne Links hilfreich, denn sie können dazu beitragen, dem Betrachter weitere nützliche wichtige Informationen zu liefern und damit die Verweildauer auf einer Webseite zu erhöhen. Interne Links beeinflussen zwar nicht das Ranking bei Google, mindern aber als gute Serviceleistung die Absprungraten, was Google sehr wohl registriert.
  1. Beispiel: Regelmäßig bietet das Heidelberger Restaurant Weinproben auch zur Eigenwerbung an. Im Beitrag über den Winzer von der Mosel findet sich daher ein interner Link für den nächsten Termin und wie man sich für die Probe anmelden kann. In der Rubrik „Aktuelles & Termine“ wiederum verweist das Restaurant auf den Beitrag über seinen Weinlieferanten.

Auf die Qualität der Backlinks kommt es an

Relevant für das Ranking bei Google ist die Qualität der Backlinks. Sie sollen stimmig zum Produkt oder zur Dienstleistung passen, die der Betreiber mit seiner Webseite bewerben will. Ein Gastronom wäre schlecht beraten, wenn er darauf hinweisen würde, bei welchem Versicherer er Policen für seine Räumlichkeiten und Kücheneinrichtung abgeschlossen hat. Schließlich wollen die Menschen bei ihm gut Essen und Trinken und mit so etwas nicht belästigt werden. In den Anfangsjahren des Internet wimmelte es allerdings von solchen, nennen wir sie einmal vogelwilden Verlinkungen. Denn es schien ja tatsächlich so zu sein: Je mehr Links auf eine Seite verweisen, desto besser und wichtiger musste sie wohl sein.

Vogelwilde Backlink-Bildungen führten zu Abstrafungen durch Google

So entstanden Taktiken, Webseiten mit einer Backlink-Flut in die Höhe ranken zu lassen. Bei Google & Co. merkte man natürlich schnell, dass eine solche Praxis nichts mit der Qualität eines Angebots zu tun haben konnte und nicht einmal mit der Güte der Webseite selbst. Google reagierte mit Updates seiner Algorithmen und mit Abstrafungen, in deren Folge manche Webseiten ganz vom Bildschirm verschwanden. In Folge dessen nahm die Relevanz der Backlinks für das Ranking ab, ein wichtiger Faktor sind sie aber bis heute geblieben. Was aber schreibt man in den Text des Backlinks hinein? Hier gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen externen und internen Verlinkungen: Bei Links von externen Seiten sollte man die Linktexte stark variieren und die genauen Keywords nicht exzessiv erwähnen. Der einfache Grund ist der, dass so niemand natürlich verlinken würde, hier reicht es also kurz und knapp, aber variiert. Würde man den Suchbegriff überstrapaziert verlinken, könnte das sogar zu Abstrafungen führen. Interne Verlinkungen dagegen sollten möglichst exakt beschreiben, was den Leser im Link erwartet. So erkennt auch Google die Signale dazu, worum es auf der Seite im Kern geht.
  1. Beispiel: Möchte unser Heidelberger Restaurantbesitzer die nächsten Termine für Weinproben mit einem internen Link bewerben, so macht er dies so: Auf dieser Seite finden Sie die nächsten Termine für unsere Weinproben.
Und nicht so: Auf dieser Seite finden Sie die nächsten Termine für unsere Weinproben. Und umgekehrt extern: Hier lesen Sie im Zeitungsbericht, welcher Tropfen dem Redakteur der „Rhein-Neckar -Zeitung“ bei seinem Besuch gemundet hat.

Gute Backlinks erfüllen zwei Kriterien: Relevanz und Autorität

Backlinks sollten immer stimmig sein und möglichst natürlich generiert werden – einfach gesagt: Sie müssen zu dem passen, was auf dieser Seite beworben, präsentiert oder erklärt wird. Gute Backlinks erfüllen in der Regel   zwei Kriterien:
  1. Relevanz
  2. Autorität.
Relevant sind Backlinks immer dann, wenn Sie dem Betrachter einen Nutzen vermitteln oder/und einen Mehrwert bieten. Dazu hatten wir schon ein Beispiel genannt, bei dem wir gern bleiben: Relevant ist für einen Gast ein Hinweis darauf, woher der Wein kommt, den er gerade genießt und wo er ihn vielleicht für Zuhause bestellen kann. Nicht relevant ist der Hinweis auf die Versicherungen des Gastwirts. Autorität meint das Renommee einer Webseite, von der ein Backlink auf den eigenen Auftritt kommt. Hochwertige Beispiele:
  • Eine angesehene Fachzeitschrift für Verbraucher lobt ein Produkt
  • die Innung zeichnet einen Handwerksbetrieb aus
  • der regionale Fernsehsender stellt ein Charity-Projekt vor
Good Links – Bad Links: Unser Gastwirt zum Beispiel würde sich bestimmt riesig freuen, wenn die „Rhein-Neckar-Zeitung“ eine Reportage über „Heidelbergs gute Stuben“ macht und er dabei gut wegkommt. Weniger Freude dürfte aufkommen, wenn eine Studentenverbindung mit üblem Ruf in der Stadt auf ihrer Webseite ein Besäufnis in seinem Gesellschaftszimmer lobt, das er aus Versehen und unwissentlich an die Korporation vermietet hat.

Backlinks müssen regelmäßig geprüft werden. Am besten von SEO-Profis

Daraus folgt: Backlinks, die auf die eigene Seite verweisen, sollte man regelmäßig und sehr sorgfältig prüfen (lassen), denn sie können nicht nur werben, sondern auch Schaden anrichten, wie das Beispiel oben zeigt. Wie seriös ist die Seite, die auf die eigene verweist? Wie stark ist der Content der Unterseite, von der aus man die eigene erreicht? Es gibt die starken Backlinks, über die man sich freuen darf, es gibt aber auch die vergifteten Backlinks, die niemand haben sollte. Google selbst bietet in seiner „Search Console“ ein entsprechendes Tool an, viele weitere sind im Internet kostenfrei zum Download verfügbar. Grundsätzlich kann sich jeder mit diesen Tools vertraut machen und seine Backlinks auf diese Weise prüfen. Dabei kommt es allerdings immer darauf an, in welchem Verhältnis der Aufwand dafür zum eigenen Kerngeschäft steht. Denn zu prüfen sind zwei Aspekte: Die Webseite, die jemand besitzt und fremde Webseiten, die mit Backlinks auf die eigene verweisen. Nicht alle Empfehlungen wird man gern haben wollen. Zum Beispiel Backlinks auf Websites, die
  • kein rechtskonformes Impressum haben
  • das Installieren eines AdBlockers erfordern
  • Hate-Speech zulassen oder verbreiten
  • keinen hochwertigen Inhalt haben
  • politische Botschaften verbreiten, hinter denen man selbst nicht stehen möchte
  • einem vom Bauchgefühl her nicht gefallen: „Das passt einfach nicht zu mir. Diese Seite wirkt nicht seriös.
Nicht zuletzt muss auch technisch korrekt umgesetzt werden, wie man ein „DoFollow“ oder ein „NonFollow“ einpflegt. Tipp: Überlassen Sie den Backlink-Check einer erfahrenen SEO-Agentur und holen Sie sich von dort ein verbindliches Angebot für diese Leistung. Denn die Materie ist für Menschen, die sich eher selten mit SEO beschäftigen, recht komplex und Fehler sollten bei einer solchen Analyse unbedingt vermieden werden, weil sie einfach zu wichtig ist. Schließen Sie am besten einen Vertrag für eine dauerhafte und nicht eine einmalige Dienstleistung, so kümmert sich Ihre Agentur zum Beispiel halbjährlich um den Check.