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Breadcrumbs

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Breadcrumbs sind das Plus zur Hauptnavigation. Sie nehmen User an die Hand und bieten Orientierung

In der Suchmaschinenoptimierung für Webseiten bezeichnet der Begriff Breadcrumbs (deutsch: Brotkrumen oder Brotkrümel) eine sekundäre Navigation innerhalb einer Webseite. Sie ermöglicht es dem Nutzer, jederzeit zu erkennen, wo er sich gerade in der Hierarchie der Seite befindet und erleichtert das Auffinden bereits besuchter Webseiten oder der Startseite.

Hänsel und Gretel fanden mit Breadcrumb-Navigation aus dem tiefen Wald … und Theseus mit einem Faden aus dem Labyrinth

Begriffsklärung: Der Vergleich mit den Brotkrumen geht auf das Märchen „Hänsel und Gretel) der Gebrüder Grimm zurück. Die ausgesetzten Geschwister fanden den Weg zurück auf dem tiefen Wald mit Hilfe von Brotkrumen, die sie auf dem Hinweg gestreut hatten. Wer mit seiner humanistischen Bildung angeben möchte, darf auch „Ariadnepfad“ sagen: In der griechischen Mythologie schenkte die Tochter des kretischen Königs Minos dem König von Athen, Theseus, ein Wollknäuel, mit dem dieser einen Weg aus dem Labyrinth des Daidalos finden konnte.

Mit Brotkrumen-Navigation Absprungraten vermindern

Wer seine Webseite wie ein Labyrinth aufbaut, wird wenig Erfolg damit haben, denn alle Nutzer möchten möglichst schnell finden, wonach sie suchen und ohne Umwege auf Unterseiten geleitet werden, die ihnen weiterhelfen. Ohne Breadcrumb-Navigation steigt die Gefahr hoher Absprungraten (Bounce Rates), die möglicherweise bei Google zu einer Herabstufung führen können. Das ist nicht gesichert. Klar aber ist: Eine intuitive Navigation führt zu einer guten User Experience (UX), zu einer positiven Nutzer-Erfahrung.

Die Brotkrumen-Navigation erscheint auf der Webseite vieler Online-Shops im oberen Bereich direkt unter der eigentlichen Navigation. Hier ein Beispiel aus einem Online-Shop für Elektroinstallation:

Diese Breadcrumbs zeigen an: Ich befinde mich auf der Unterseite Steckdose und bin bei der Produktserie Zigbee SmartHome. Ebenso sehe ich meinen Artikel als Touch-Steckdose in Blau.

In 7 Punkten: Diesen Nutzen liefern Breadcrumbs

Ich möchte mir andere Farben anschauen? Dann muss ich nicht den längeren Weg über die Startseite oder über den Rückwärts-Pfeil im Browser nehmen, sondern kann gleich hier den Brotkrümel „Steckdosen“ aufnehmen und dort eine Übersicht mit allen lieferbaren Farben finden. Klar wird an diesem Beispiel,

  • warum diese Navigation „sekundär“ genannt wird
  • dass sie sich für komplexe Webseiten mit hunderten oder tausenden Unterseiten für Produkte geradezu aufdrängt
  • wo ich mich als User exakt in der Webseite befinde
  • welcher einfach nachvollziehbare Weg mich hierhergeführt hat
  • dass ich mit minimal wenigen Klicks mein Ziel erreiche
  • dass Breadcrumbs für bestimmte Bereiche des E-Commerce ein Muss darstellen
  • dass meine User-Experience eine gute sein wird: Hier macht man mir die Suche leicht und ich komme voran, ohne noch etwas zur Suche von Hand eintippen zu müssen.

Info und Faustregel: Je weniger Klicks ein User braucht, um an sein Ziel zu gelangen, desto besser fällt die User-Experience (UX) aus. Die Chance ist groß, dass ich diesen Shop/diese Webseite bald wieder aufrufe. Die Brotkrumen Navigation macht allerdings nur dann Sinn, wenn Sie auf allen produkt- oder informationsrelevanten Seiten eingesetzt wird. Es würde verwirren, wenn sie einmal fehlt. Außerdem erkennen User, die über externe oder interne Links auf die Seite gekommen sind sofort, an welcher Stelle der Hierarchie sie sich befinden.

Diese 3 Arten von Breadcrumbs kann man unterscheiden

Man unterscheidet diese Arten von Breadcrumbs:

  • Wie im Beispiel oben sehe ich meine Position, wie ich hierher gelangt bin und wie ich zurück zur Startseite komme (Stichwort: Raus aus dem Wald)
  • Path / Klickpfad. Hier wird die Klick-Historie abgebildet, was verwirrend wirken kann und wenig nutzerfreundlich ist. Daher findet man solche Navigation nur selten, der Mehrwert ist kaum erwähnenswert.
  • Kategorien oder Attribute: Im oberen Beispiel wäre Steckdose eine Kategorie und SmartHome ein Attribut, das klarmacht: Dieses Produkt kannst Du vernetzen und z.B. über WLAN mit Deinem Smartphone aus der Ferne steuern.

Info: Warum ist hier immer von Google die Rede? Es gibt doch auch viele andere Suchmaschinen? Richtig. Für weit mehr als 90 % der Internet-User im deutschsprachigen Raum ist Google die favorisierte Suchmaschine. Die anderen sind daher trotz aller berechtigter Kritik an der Allmacht des US-Konzerns nicht relevant.

Brotkrümel-Navigation gefällt Usern und unterstützt ein gutes Ranking bei Google

Was Usern gefällt, mag fast  immer auch Google. Die Algorithmen des US-Giganten haben zu Anfangszeiten von Suchmaschinen in SEO für die Bedeutung einer Seite die Häufigkeit von Keywords oder Links ausgewertet. Längst punktet hier jedoch, wer seine User mit wenigen Klicks ans Ziel bringt und ihnen Mehrwert zum Beispiel in Form von Beratung, Hintergrundwissen oder echten Bewertungen bietet. Weil Breadcrumbs einfach einzurichten sind, unauffällig im Design sind, wenig Platz benötigen und für den Nutzer einen großen Mehrwert darstellen, werden sie von Google entsprechend positiv bewertet. Das sieht man daran, dass in den Seiten der Suchergebnisse (SERP) immer häufiger Breadcrumbs statt wie früher URL-Adressen auftauchen, mit denen im Grunde niemand etwas anfangen kann.

Auch hierzu ein Beispiel nach der Eingabe von „smart steckdose kaufen“. Von oben nach unten sieht man in diesem Snippet
URL + Breadcrumbs > Title > Meta-Description.

Wo man Breadcrumbs verwenden sollte und wo man darauf verzichten kann

Wie verwendet man die Brotkrumen-Navigation, damit sie dem Nutzer die Suche leicht macht und bei Google punktet?

Regel 1: Sie darf kein Selbstzweck sein, sondern muss einen Mehrwert bieten. Webseiten mit flachen Hierarchien und wenigen Unterseiten brauchen keine Breadcrumbs, umfangreiche wie Online-Shops müssenwelche haben.

Regel 2: Inhaltlich müssen die Breadcrumbs andere Stichworte und Infos liefern als die Buttons des Hauptmenüs. Doppelt genäht hält hier definitiv nicht besser, eine Wiederholung von Stichworten oder Kategorien könnte sogar verwirren. Beispiel: Hat die Webseite im Hauptmenü einen Button für „Termine“, so sollen diese in de Brotkrumen-Navigation nicht nochmals erwähnt werden.

Regel 3: Optisch soll die Breadcrumb-Navigation das darstellen, was sie ist: Nämlich eine unterstützende, sekundäre Navigation. Daher genügt ein schlichtes und unauffälliges Design. Weil Breadcrumbs ergänzend zur Hauptnavigation implementiert werden, sollten sie sich optisch in der Nähe befinden.

Frage und Info: Kann ich das selbst?

Sind Sie fit in den Themen CMS, HTML, CSS, Plug-Ins, PHP oder Java-Script? Dann versuchen Sie es, Anleitungen finden Sie im Netz.

Stellen Sie sich immer die Frage, ob der zeitliche Aufwand in einem gesunden Verhältnis zum Nutzen steht. Im Zweifelsfall sparen Sie sich die Zeit und widmen sich Ihren eigentlichen Kompetenzen.

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